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Was sind vorzeitige Wehen?

Das Zusammenziehen der Gebärmutter (Kontraktionen) nennt man Wehen. Es gibt verschiedene Arten von Wehen, die sich unterschiedlich anfühlen.

Bei den meisten Frauen setzen die ersten "Übungswehen" schon in der Mitte der Schwangerschaft ein. Die ersten Schwangerschaftswehen werden Braxton-Hicks-Kontraktionen oder auch Vorwehen, wilde Wehen oder Übungswehen genannt. Die Gebärmutter zieht sich während 30 bis 60 Sekunden zusammen und der Bauch wird dabei ganz hart. Diese Kontraktionen sind verhältnismässig schmerzlos, unregelmässig und verebben langsam. Diese Wehen sind nicht geburtswirksam, d.h. sie verändern nichts am Muttermund.

Dagegen spricht man von vorzeitigen Wehen, d. h. Wehen vor Beendigung der 37. Schwangerschaftswoche, wenn mehr als drei Wehen pro Stunde auftreten, diese regelmässig und schmerzhaft sind und/oder zu einer Verkürzung des Muttermundes führen (Spätling, 2003). Vorzeitige Wehen können zur Geburt eines noch unreifen Kindes (Frühgeburt) führen. Dabei kann Blut aus der Scheide abgehen oder auch Fruchtwasser, wenn gleichzeitig ein Blasensprung aufgetreten ist. Sie sind deshalb sehr ernst zu nehmen.