Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Da die Ursachen von Frühgeburtsbestrebungen vielschichtig und teilweise nicht genau definierbar sind, ist auch die Behandlung von vorzeitigen Wehen nicht immer einheitlich.
Es gibt Medikamente, welche die Gebärmuttermuskulatur entspannen und die Wehen hemmen können. Diese werden Tokolytika genannt. Das wesentliche Ziel dieser medikamentösen Wehenhemmung ist in erster Linie eine Verlängerung der Schwangerschaft, um die kindlichen Lungen mit einem weiteren Medikament (Kortikosteroid) reifen zu lassen. Droht eine Frühgeburt zwischen der 24. und der 34. SSW ist diese Behandlung sinnvoll (vor der abgeschlossenen 24. Woche ist der Fetus zu unreif, um von einer Behandlung zu profitieren, nach der 34. Woche sind die Lungen normalerweise so weit entwickelt, dass keine Lungenreifung mehr notwendig ist).
Vielen Frauen mit vorzeitigen Wehen wird zudem Bettruhe verordnet. Nebst dieser Schonung bzw. Aktivitätsrestriktion, werden verschiedene alternative Therapieverfahren diskutiert. So gibt es zum Beispiel eine Studie, die zeigen konnte, dass sich die Rate der Frühgeburten senken lässt, wenn die schwangeren Frauen psychologisch begleitet wurden. Eine andere supportiv durchführbare Massnahme bietet das Entspannungstraining. Zu diesen alternativen Therapieverfahren gibt es jedoch erst wenige Studien, welche deren Wirksamkeit noch nicht ausreichend bestätigen.