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Willkommen beim Online-Training "Positiv wahrnehmen und eigenständig reflektieren" (POWER) für mehr Selbstsicherheit in sozialen Situationen. Mit dem Programm möchten wir Sie dabei unterstützen, sich im Kontakt mit Menschen wohler zu fühlen.
Soziale Phobie / Soziale Angststörung

Viele Menschen fühlen sich in manchen sozialen Situationen schüchtern oder fürchten eine negative Bewertung vom Gegenüber. Auch die Angst, sich peinlich oder beschämend zu verhalten, kommt häufig vor. Vor Publikum zu sprechen, in Gesellschaft zu essen oder im Mittelpunkt zu stehen sind Situationen, die Angst hervorrufen können.

Gefühle der Schüchternheit sind vollkommen normal und menschlich. Bei einigen Menschen rufen soziale Situationen jedoch so starke und intensive Angst hervor, dass sich diese Menschen durch die sozialen Ängste dauerhaft eingeschränkt fühlen. Die sozialen Ängste sind dann mit starkem Leid verbunden und führen zu Einschränkungen in persönlichen Beziehungen oder auch im beruflichen Fortkommen. Es kann beispielsweise sein, dass jemand eine Beförderung nicht annimmt, weil diese mit mehr Kontakt zu Menschen verbunden wäre. Psychologen sprechen dann von einer sozialen Phobie oder sozialen Angststörung. Die Betroffenen vermeiden soziale Situationen oder ertragen diese nur mit intensiver Angst. Meist wissen die Betroffenen, dass ihre Ängste und Befürchtungen übertrieben oder unangemessen sind, und trotzdem können sie sie nicht ändern. Die soziale Phobie ist nicht selten; etwa 7% der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens von einer sozialen Phobie betroffen.


Teilnahme

POWER wird im Moment im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie der Freien Universität Berlin und der Universität Bern evaluiert. Die Teilnahme ist gratis. Über die Links oben im Menu erhalten Sie mehr Informationen zur Studie, zur Studienleitung und zur Anmeldung für die Studie.

Was ist POWER?

Die Forschung zu sozialen Ängsten hat ergeben, dass Menschen mit einer sozialen Phobie soziale Situationen anders wahrnehmen als Menschen ohne soziale Phobie. Menschen mit sozialer Phobie nehmen, ohne es zu merken, nur Ausschnitte von komplexen Situationen wahr und neigen zu einseitigen, negativen Interpretationen von mehrdeutigen sozialen Situationen. Bei einem Vortrag kann es beispielsweise sein, dass eine Person mit sozialen Ängsten nur Zeichen von Langeweile und Desinteresse im Publikum wahrnimmt, obwohl es durchaus auch Zuhörer gibt, die interessiert nicken oder lächeln. Zweideutige Gesten, wie zum Beispiel aus dem Fenster blicken, werden von Personen mit sozialer Phobie meist negativ interpretiert ("Der langweilt sich. Mein Vortrag ist schlecht.").

Diese negative Interpretation der Situation geschieht meist nicht bewusst und wird deshalb nicht noch einmal überdacht. Es bleibt einfach ein negativer Eindruck der Situation zurück. Auch in zwischenmenschlichen Kontakten kann diese negativ verzerrte Interpretation ungünstige Konsequenzen haben. Stellt ein Gesprächspartner beispielsweise keine Fragen, wird das schnell als Zeichen von Ablehnung wahrgenommen. Dass der Gesprächspartner vielleicht selbst etwas unsicher ist und nicht weiß, welche Fragen er stellen soll, wird dabei nicht berücksichtigt. Das führt dazu, dass sich die Befürchtungen in sozialen Situationen bestätigen ("Er wird mich langweilig finden, kein Interesse haben.") und soziale Situationen weiterhin bedrohlich bleiben.

Mit Hilfe von "Power" wollen wir Sie dabei unterstützen, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Sie sollen darin gefördert werden, Situationen so wahrzunehmen, wie sie wirklich sind und nicht so, wie Sie befürchten, dass sie sind. Dabei hilft es, zu trainieren, vielfältig und angemessen interpretieren.